Endlich kann ich in meiner Trainingsplanung eine gute Trainingswoche verbuchen:
83 km Bike, 35 km Run und 2,8 km Swim.
Die Radkilometer habe ich auf drei Einheiten verteilt, dabei habe ich jede einzelne Einheit Gas gegeben und bin mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von etwa 32 km/h gefahren. Eigentlich wollte ich nur in einer Einheit Tempo machen und die beiden anderen Einheiten eher im Bereich 28 km/h fahren, aber ich habe mich gut gefühlt und konnte endlich mal konstant über die ganze Distanz mit einer hohen Trittfrequenz fahren. Im Radfahren sehe ich bei mir im Moment das größte Entwicklungspotential, denn das Radfahren habe ich in meiner ersten Saison definitiv vernachlässigt. Gut, beim Kurztriathlon sind es auch nur 40 km Bike, das mag noch halbwegs funktionieren, aber bei der Challenge im Juni werden es 90 km Bike sein, und da reicht das bisherige Trainingspensum nicht. Aber ich denke, ich bin auf einem guten Weg, bis dahin genügend Kilometer in die Beine zu kriegen, sodass auch 90 km gut gehen.
Das Laufen ging auch ganz gut, die Kilometer habe ich ebenfalls auf drei Einheiten verteilt, zwei Einheiten mit je 13 km und eine kürzere mit 9 km. Alle drei Einheiten allerdings vom Tempo eher locker, aber dafür mit ein paar Höhenmetern. Es fiel mir leicht, ich denke, meine schlechte Phase mit ständig müden Beinen habe ich überwunden! Kommende Woche werde ich nur zwei Mal laufen gehen, jeweils ca. 10 km, dafür aber eine Einheit in flottem "Fast-Wettkampf"-Tempo. Die 50 Minuten-Marke für den Glaspalastlauf am 12.2. habe ich mal aus dem Programm genommen, dafür habe ich im November und Dezember mit dem harten Training zu viel Form eingebüßt, aber unter 53 Minuten möchte ich schon laufen. Ich denke, das wird das Vernünftigste sein, schließlich will ich in den darauffolgenden Tagen weiter trainieren können.
Was mir in der letzten Woche viel abverlangt hat, war das Schwimmen: zwei Trainingseinheiten, insgesamt zügig und jeweils mit 10-12 Sprintintervallen. Das hat mir dann auch ein bisschen schwere Beine beim Treppensteigen beschert und in den Armen habe ich das auch gemerkt. Wenn ich demnächst mal meine 1000m-Zeit stoppe, bin ich gespannt, ob sich das harte Intervallschwimmen bezahlt macht. Diese Woche werde ich jedenfalls voraussichtlich nur einmal schwimmen gehen und Intervalle sind nicht geplant.
Alles in allem ist die kommende Woche zur Regeneration gedacht, also weniger Umfang und viel weniger intensiv. Darauf freue ich mich, und wenn ich es mir recht überlege, gönne ich mir auch eine schöne Runde Sauna :-)
Sonntag, 29. Januar 2012
Freitag, 20. Januar 2012
Erstens kommt es anders....
und zweitens als man denkt :-(
meine erste Trainingswoche verlief ziemlich blöd, ich musste gleich auf eine Schwimmeinheit und eine Laufeinheit verzichten, da familiäre Verpflichtungen dazwischen kamen. So kam ich letzte Woche auf schlappe 45 km Bike, 20 km Run und nur 1,5 km Swim. Das war so nicht geplant und sollte diese Woche besser werden. Dummerweise hatte ich mir vorgenommen, unsere Holzdecken zu streichen und das nahm deutlich mehr Zeit in Anspruch als geplant. Und weil das noch nicht reichte, kam auch noch ein krankes Kind dazu, das meine ganze Pflege und Aufmerksamkeit braucht. Die Trainingswoche ist zwar noch nicht vorbei, aber bisher hat es lediglich für 20 km Bike und 9 km Run gereicht. Heute Abend steht Intervallschwimmen auf dem Plan, morgen ein langer Lauf und Sonntag eine Radeinheit, dann wäre ich wenigstens halbwegs im Rennen.
So bleibt mir gerade trotzdem nichts anderes übrig, als die letzten zwei Wochen als eine Art verlängerte Regenerationsphase zu betrachten und nächste Woche voll auf Angriff zu schalten. Glücklicherweise sind solche Unpässlichkeiten einkalkuliert, allerdings dachte ich nicht, dass ich mein Pulver diesbezüglich gleich zu Beginn der Vorbereitung verschiessen würde. Ob ich beim Glaspalastlauf im Februar dann endlich die 50-Minuten-Marke knacken kann? Ehrlich gesagt, bezweifle ich das im Moment. Ich denke, ich sollte das dann eher als ein Art Leistungsstandüberprüfung betrachten.
Was ich aber sagen muss: Der stark reduzierte Trainingsumfang tut gut, meine Muskeln fühlen sich beim Laufen so entspannt an wie schon lange nicht mehr. Vielleicht hat es sein Gutes und ist genau das, was mein Körper gerade braucht. Darauf gönne ich mir doch heute Abend nach dem Schwimmen glatt ein paar Saunagänge!
meine erste Trainingswoche verlief ziemlich blöd, ich musste gleich auf eine Schwimmeinheit und eine Laufeinheit verzichten, da familiäre Verpflichtungen dazwischen kamen. So kam ich letzte Woche auf schlappe 45 km Bike, 20 km Run und nur 1,5 km Swim. Das war so nicht geplant und sollte diese Woche besser werden. Dummerweise hatte ich mir vorgenommen, unsere Holzdecken zu streichen und das nahm deutlich mehr Zeit in Anspruch als geplant. Und weil das noch nicht reichte, kam auch noch ein krankes Kind dazu, das meine ganze Pflege und Aufmerksamkeit braucht. Die Trainingswoche ist zwar noch nicht vorbei, aber bisher hat es lediglich für 20 km Bike und 9 km Run gereicht. Heute Abend steht Intervallschwimmen auf dem Plan, morgen ein langer Lauf und Sonntag eine Radeinheit, dann wäre ich wenigstens halbwegs im Rennen.
So bleibt mir gerade trotzdem nichts anderes übrig, als die letzten zwei Wochen als eine Art verlängerte Regenerationsphase zu betrachten und nächste Woche voll auf Angriff zu schalten. Glücklicherweise sind solche Unpässlichkeiten einkalkuliert, allerdings dachte ich nicht, dass ich mein Pulver diesbezüglich gleich zu Beginn der Vorbereitung verschiessen würde. Ob ich beim Glaspalastlauf im Februar dann endlich die 50-Minuten-Marke knacken kann? Ehrlich gesagt, bezweifle ich das im Moment. Ich denke, ich sollte das dann eher als ein Art Leistungsstandüberprüfung betrachten.
Was ich aber sagen muss: Der stark reduzierte Trainingsumfang tut gut, meine Muskeln fühlen sich beim Laufen so entspannt an wie schon lange nicht mehr. Vielleicht hat es sein Gutes und ist genau das, was mein Körper gerade braucht. Darauf gönne ich mir doch heute Abend nach dem Schwimmen glatt ein paar Saunagänge!
Montag, 9. Januar 2012
Das neue Jahr hat für mich gleich ganz gemütlich mit einer Regenerationswoche angefangen. Zwei lockere Laufeinheiten, zwei Radeinheiten und ganze null Schwimmeinheiten standen auf dem Programm. Das Entspannungsprogramm war auch ehrlich gesagt notwendig, denn seit dem Tübinger Halbmarathon Anfang Dezember laufe ich nur noch mit müden Beinen durchs Leben.
Der Trainingsplan bis Dezember war auch recht intensiv und berücksichtigte auch nicht wirklich die nötigen Erholungstage: Dienstags war Intervalltraining im Stadion angesagt (Muskelkater), Mittwochs Schwimmtraining, Donnerstags ein halbwegs strammer Lauf (neuer Muskelkater), Freitags locker laufen, Samstags manchmal Radfahren, Sonntags langer Lauf (wieder neuer Muskelkater), Montag Pause, Dienstag das ganze Programm von vorne. Dass eine derartige Trainingsplanung letztendlich nicht zu meinem Ziel (Halbmarathon in 1:45 h) führen würde, hätte mir eigentlich vorher klar sein müssen. So ging ich schon mit deutlich reduziertem Ziel (Hauptsache unter 2 Stunden) an den Start. Das hat dann zwar auch gerade noch gereicht, enttäuschend war es trotzdem.
Seitdem zwickte es beim Training ständig, ich vermute mal, dass nicht viel bis zum Übertraining gefehlt hat, zumal ich mir nach dem Halbmarathon kaum Pausen gegönnt habe, da ich immer das Gefühl hatte, mehr tun zu müssen, um besser zu werden. Das ist ein Teufelskreis, den ich jetzt hoffentlich über die Weihnachtszeit durchbrochen habe. Die Läufe letzte Woche haben sich zumindest gut angefühlt...
Wenn ich auch recht wenig trainiert habe, so habe ich zumindest letzte Woche einen groben Trainingsplan bis Juni aufgestellt: auf drei Wochen aufbauendes Training folgt jetzt immer eine ganze Woche mit reduzierten Trainingsumfängen und ohne Intervalltraining. Starten werde ich diese Woche, drei mal Run, ein oder zwei mal Bike, zwei mal Swim, keine Einheit länger als eine Stunde, eher etwas kürzer, denn ich brauche für die beiden darauf folgenden Wochen auch Spielraum nach oben für eine Erhöhung des Volumens und der Intensität, ohne gleich wieder Richtung Übertraining zu steuern.
Und der Glaspalastlauf am 12. Februar wird dann hoffentlich zeigen, dass ich auf dem richtigen Weg bin!
Der Trainingsplan bis Dezember war auch recht intensiv und berücksichtigte auch nicht wirklich die nötigen Erholungstage: Dienstags war Intervalltraining im Stadion angesagt (Muskelkater), Mittwochs Schwimmtraining, Donnerstags ein halbwegs strammer Lauf (neuer Muskelkater), Freitags locker laufen, Samstags manchmal Radfahren, Sonntags langer Lauf (wieder neuer Muskelkater), Montag Pause, Dienstag das ganze Programm von vorne. Dass eine derartige Trainingsplanung letztendlich nicht zu meinem Ziel (Halbmarathon in 1:45 h) führen würde, hätte mir eigentlich vorher klar sein müssen. So ging ich schon mit deutlich reduziertem Ziel (Hauptsache unter 2 Stunden) an den Start. Das hat dann zwar auch gerade noch gereicht, enttäuschend war es trotzdem.
Seitdem zwickte es beim Training ständig, ich vermute mal, dass nicht viel bis zum Übertraining gefehlt hat, zumal ich mir nach dem Halbmarathon kaum Pausen gegönnt habe, da ich immer das Gefühl hatte, mehr tun zu müssen, um besser zu werden. Das ist ein Teufelskreis, den ich jetzt hoffentlich über die Weihnachtszeit durchbrochen habe. Die Läufe letzte Woche haben sich zumindest gut angefühlt...
Wenn ich auch recht wenig trainiert habe, so habe ich zumindest letzte Woche einen groben Trainingsplan bis Juni aufgestellt: auf drei Wochen aufbauendes Training folgt jetzt immer eine ganze Woche mit reduzierten Trainingsumfängen und ohne Intervalltraining. Starten werde ich diese Woche, drei mal Run, ein oder zwei mal Bike, zwei mal Swim, keine Einheit länger als eine Stunde, eher etwas kürzer, denn ich brauche für die beiden darauf folgenden Wochen auch Spielraum nach oben für eine Erhöhung des Volumens und der Intensität, ohne gleich wieder Richtung Übertraining zu steuern.
Und der Glaspalastlauf am 12. Februar wird dann hoffentlich zeigen, dass ich auf dem richtigen Weg bin!
Sonntag, 1. Januar 2012
Das neue Jahr beginnt wie immer mit guten Vorsätzen, dabei spielt es keine Rolle, ob das nun sportliche, berufliche oder familiäre Ziele betrifft. Ich habe mir für alle wichtigen Bereiche meine Ziele gesetzt, und was alle Ziele gemeinsam haben: Ich will sie erfüllen!
Sportlich gesehen wird dieses Jahr für mich einen ganz besonderen Höhepunkt haben: die Challenge im Kraichgau. Natürlich will ich in erster Linie finishen und durchkommen. Aber je näher der Tag rückt, desto höher wird der Anspruch an mich selbst. Zwischenzeitlich ist mein Ziel, die 6-Stunden-Marke zu knacken.
Dieses Ziel setzt sich aus vielen kleinen Einzelzielen zusammen. Kurzfristiges Ziel ist für mich beispielsweise, 10 km endlich unter 50 Minuten zu laufen, da fehlen mir Stand heute noch ein paar Sekunden. Das muss also in den nächsten Wochen absolut drin sein. Mittelfristiges Ziel beim Schwimmen ist die 18-Minuten-Marke auf 1000m zu knacken, das wird schon etwas schwieriger, denn da liegen immerhin noch fast 4 Minuten dazwischen. Und auch beim Radfahren möchte ich sowohl Zeit als auch Form verbessern. Das wird für mich die größte Herausforderung, denn ich muss vor allem an der Ausdauer arbeiten, 90 km muss ich so bewältigen, dass direkt im Anschluss noch ein Halbmarathon drin liegt.
Dies alles wird mir sowohl im Training als auch im Wettkampf selbst mehr abverlangen als das, was ich bisher im sportlichen Bereich zu geben bereit war. Nicht, dass ich im Sport nie ehrgeizig war, das war schon immer der Fall. Der Unterschied besteht nun darin, dass ich die Gründe für Misserfolg jetzt immer bei mir suchen muss. In meinem bisherigen Sport gibt es einige Faktoren, die den Misserfolg begünstigen können und zu gern flüchtet man in Ausreden. Sei es der Gegner, Schiedsrichter, Trainer oder Mitspieler, nie sucht der Mannschaftssportler die Fehler nur bei sich.
Im Triathlon gilt das alles nicht, maximal das Wetter kann als Ausrede herhalten, aber für Form und mentale Stärke ist man alleine verantwortlich.
Das war im vergangenen Jahr eine völlig neue Erfahrung für mich. Eine gute sogar, denn ich glaube, was Sport betrifft, war ich nie fokussierter als jetzt. Es gibt einfach keine Ausreden mehr, die mich von meinem eigentlichen Ziel ablenken. Ich weiß, was ich erreichen will und ich weiß, dass ich selbst für den Erfolg sorgen muss.
Ich bin natürlich froh, dass mich meine Familie unterstützt, sei es durch Verständnis und Anerkennung oder durch aktive Trainingsbegleitung mit dem Rad, wenn ich eine lange Laufeinheit absolvieren muss. Und natürlich ist es ideal, wenn man noch dazu Freunde hat, mit denen man gemeinsam trainieren kann, danke hier an dieser Stelle an alle, die ich für meine Trainingsvorbereitungen schon in Anspruch genommen habe :-)
Sportlich gesehen wird dieses Jahr für mich einen ganz besonderen Höhepunkt haben: die Challenge im Kraichgau. Natürlich will ich in erster Linie finishen und durchkommen. Aber je näher der Tag rückt, desto höher wird der Anspruch an mich selbst. Zwischenzeitlich ist mein Ziel, die 6-Stunden-Marke zu knacken.
Dieses Ziel setzt sich aus vielen kleinen Einzelzielen zusammen. Kurzfristiges Ziel ist für mich beispielsweise, 10 km endlich unter 50 Minuten zu laufen, da fehlen mir Stand heute noch ein paar Sekunden. Das muss also in den nächsten Wochen absolut drin sein. Mittelfristiges Ziel beim Schwimmen ist die 18-Minuten-Marke auf 1000m zu knacken, das wird schon etwas schwieriger, denn da liegen immerhin noch fast 4 Minuten dazwischen. Und auch beim Radfahren möchte ich sowohl Zeit als auch Form verbessern. Das wird für mich die größte Herausforderung, denn ich muss vor allem an der Ausdauer arbeiten, 90 km muss ich so bewältigen, dass direkt im Anschluss noch ein Halbmarathon drin liegt.
Dies alles wird mir sowohl im Training als auch im Wettkampf selbst mehr abverlangen als das, was ich bisher im sportlichen Bereich zu geben bereit war. Nicht, dass ich im Sport nie ehrgeizig war, das war schon immer der Fall. Der Unterschied besteht nun darin, dass ich die Gründe für Misserfolg jetzt immer bei mir suchen muss. In meinem bisherigen Sport gibt es einige Faktoren, die den Misserfolg begünstigen können und zu gern flüchtet man in Ausreden. Sei es der Gegner, Schiedsrichter, Trainer oder Mitspieler, nie sucht der Mannschaftssportler die Fehler nur bei sich.
Im Triathlon gilt das alles nicht, maximal das Wetter kann als Ausrede herhalten, aber für Form und mentale Stärke ist man alleine verantwortlich.
Das war im vergangenen Jahr eine völlig neue Erfahrung für mich. Eine gute sogar, denn ich glaube, was Sport betrifft, war ich nie fokussierter als jetzt. Es gibt einfach keine Ausreden mehr, die mich von meinem eigentlichen Ziel ablenken. Ich weiß, was ich erreichen will und ich weiß, dass ich selbst für den Erfolg sorgen muss.
Ich bin natürlich froh, dass mich meine Familie unterstützt, sei es durch Verständnis und Anerkennung oder durch aktive Trainingsbegleitung mit dem Rad, wenn ich eine lange Laufeinheit absolvieren muss. Und natürlich ist es ideal, wenn man noch dazu Freunde hat, mit denen man gemeinsam trainieren kann, danke hier an dieser Stelle an alle, die ich für meine Trainingsvorbereitungen schon in Anspruch genommen habe :-)
Donnerstag, 29. Dezember 2011
Wie alles begann Teil III
Nachdem der Stuttgarter Halbmarathon endlich geschafft war, konnte ich mich voll auf die Vorbereitung im Triathlon konzentrieren. Ein geeigneter Wettkampf war schnell gefunden, es sollte der "Summertime Triathlon" in Karlsdorf sein, eine Veranstaltung, die in diesem Jahr seine Premiere feierte. Termin war Anfang August, also eigentlich ideal, da zum einen genügend Zeit war, um anständig zu trainieren und zum anderen noch warm genug, denn hier wurde im See geschwommen.
Ich habe in den Monaten Juni und Juli weiter intensiv an meiner Schwimmtechnik gefeilt, was sich sowieso angeboten hat, da ja Freibadsaison war. Ich konnte meine Schwimmzeiten auf 1500m von ca. 36 Minuten auf unter 32 Minuten steigern, das klingt nicht viel, ist aber auf die kurze Distanz schon mal ein guter Anfang, zumal ich diesen Zeitgewinn nur durch reines Techniktraining erreichen konnte. Um noch schneller zu werden, wären innerhalb des Schwimmtrainings noch Sprintintervalle hilfreich gewesen, darauf habe ich aber vorläufig verzichtet, denn ich wollte ja auch endlich beim Rad fahren Vollgas geben und ein Übertraining wollte ich nicht riskieren. Für meinen Körper, der mit dem Ausdauersport ja noch nicht allzu lang vertraut war, war der Trainingsplan ohnehin schon recht umfangreich. Drei bis vier Läufe pro Woche, zwei bis drei Radeinheiten und dazu zwei bis drei Mal schwimmen pro Woche - das muss ein Körper erst verkraften.
Was mir noch mal richtig Auftrieb gegeben hat, war Marcos Teilnahme an der Challenge im Kraichgau, wo ich mit Steffi und meiner Familie zum Anfeuern mitgefahren war. Die Atmosphäre beim Start, auf der Strecke und im Ziel war einfach unbeschreiblich. Da war mir dann fast klar, dass ich hier beim nächsten Mal dabei sein muss.
Vier Tage vor meinem großen Tag habe ich noch eine Laufeinheit absolviert, keine besonders anspruchsvolle, aber ich habe mich plötzlich so unfit gefühlt, dass ich es mit der Angst bekommen habe. Habe ich etwa doch zu viel gemacht oder womöglich zu wenig? Wird sich mein Körper bis zum Wettkampftag erholen?
Der große Tag kam, wieder Sonntag morgens um sechs los, Startunterlagen, Rad einchecken, Wechselzonen richten. Und vor allem: See begutachten. Das Schwimmen im See machte mir ein bisschen Angst, denn im See Kraulen, ohne Sicht unten und oben, höchstens zur Seite, das ist was anderes als im Schwimmbad Kacheln zählen. Außerdem war das Wetter gar nicht mal so gut, es hat sogar ein bisschen geregnet, aber vor allem war es kalt. Das hat sich allerdings als Vorteil gezeigt, da das Wasser sogar wärmer war als die Außentemperatur, und erst recht im Neoprenanzug. Vor dem Start war auch jegliche Aufregung der freudigen Erwartung gewichen und das Schwimmen im See war toll, ganz klares Wasser und einfach viel cooler als im Becken. Der Wechsel aufs Rad hat gut geklappt, und dann bin ich erst mal gemütlich losgefahren und habe mir die schöne Landschaft angeschaut. Bis mich eine Teilnehmerin überholte, mit der ich mich vor dem Start kurz unterhalten hatte. Diese winkte mir frech zu, rief "Hallo Chrissi" und - weg. Da fiel mir ein, dass das ja ein Wettkampf war und ich habe versucht, mich bei ihr hinten dran zu hängen. Sie hatte allerdings schon einen ordentlichen Vorsprung, ich schätze zwei Minuten. Den konnte ich jedoch dann halten, wurde aber trotzdem einige Male von anderen Teilnehmern überholt. Nach 40 km wechselte ich endlich auf die 10 km-Laufstrecke, ich wusste schon vorher, dass es weh tun würde, egal ob ich schnell oder langsam laufe. Außerdem war ich mir sicher, nach 5 km vergehen die Schmerzen auch wieder. Aus dem Grund war auch diesmal kein Schockgefühl vorhanden, denn ich war mental voll auf Schmerzen eingestellt.
Während des Laufes ging es mir halbwegs gut, nicht zuletzt deshalb, weil ich einige der Teilnehmer wieder einfangen konnte und ich beim Blick auf die Uhr das Gefühl hatte, es unter drei Stunden schaffen zu können. Nach der halben Laufstrecke sah es sogar nach einer Zeit unter 2:50 h aus, und so wurde ich noch schneller, was mir dann eine Finisher-Zeit von 2:43 h einbrachte. Später habe ich dann in den Ergebnislisten gesehen, dass ich die Teilnehmerin vom Start beim Laufen überholt haben muss, denn sie war einige Plätze hinter mir. Schade, dass ich sie beim Laufen nicht gesehen habe, sonst hätte ich es mir natürlich nicht nehmen lassen, ihr im Vorbeilaufen frech zuzuwinken :-)
Mit dieser Zeit hatte ich nicht wirklich gerechnet, dieser kleine Teilerfolg festigte den Entschluss, 2012 im Kraichgau auf der Mitteldistanz zu starten. Das ist zwar eine andere Hausnummer -1,9km Schwimmen, 90km Rad, 21km laufen- aber ich habe über den Winter und im Frühling 2012 genug Zeit, mich gut vorzubereiten!
Ich habe in den Monaten Juni und Juli weiter intensiv an meiner Schwimmtechnik gefeilt, was sich sowieso angeboten hat, da ja Freibadsaison war. Ich konnte meine Schwimmzeiten auf 1500m von ca. 36 Minuten auf unter 32 Minuten steigern, das klingt nicht viel, ist aber auf die kurze Distanz schon mal ein guter Anfang, zumal ich diesen Zeitgewinn nur durch reines Techniktraining erreichen konnte. Um noch schneller zu werden, wären innerhalb des Schwimmtrainings noch Sprintintervalle hilfreich gewesen, darauf habe ich aber vorläufig verzichtet, denn ich wollte ja auch endlich beim Rad fahren Vollgas geben und ein Übertraining wollte ich nicht riskieren. Für meinen Körper, der mit dem Ausdauersport ja noch nicht allzu lang vertraut war, war der Trainingsplan ohnehin schon recht umfangreich. Drei bis vier Läufe pro Woche, zwei bis drei Radeinheiten und dazu zwei bis drei Mal schwimmen pro Woche - das muss ein Körper erst verkraften.
Was mir noch mal richtig Auftrieb gegeben hat, war Marcos Teilnahme an der Challenge im Kraichgau, wo ich mit Steffi und meiner Familie zum Anfeuern mitgefahren war. Die Atmosphäre beim Start, auf der Strecke und im Ziel war einfach unbeschreiblich. Da war mir dann fast klar, dass ich hier beim nächsten Mal dabei sein muss.
Vier Tage vor meinem großen Tag habe ich noch eine Laufeinheit absolviert, keine besonders anspruchsvolle, aber ich habe mich plötzlich so unfit gefühlt, dass ich es mit der Angst bekommen habe. Habe ich etwa doch zu viel gemacht oder womöglich zu wenig? Wird sich mein Körper bis zum Wettkampftag erholen?
Der große Tag kam, wieder Sonntag morgens um sechs los, Startunterlagen, Rad einchecken, Wechselzonen richten. Und vor allem: See begutachten. Das Schwimmen im See machte mir ein bisschen Angst, denn im See Kraulen, ohne Sicht unten und oben, höchstens zur Seite, das ist was anderes als im Schwimmbad Kacheln zählen. Außerdem war das Wetter gar nicht mal so gut, es hat sogar ein bisschen geregnet, aber vor allem war es kalt. Das hat sich allerdings als Vorteil gezeigt, da das Wasser sogar wärmer war als die Außentemperatur, und erst recht im Neoprenanzug. Vor dem Start war auch jegliche Aufregung der freudigen Erwartung gewichen und das Schwimmen im See war toll, ganz klares Wasser und einfach viel cooler als im Becken. Der Wechsel aufs Rad hat gut geklappt, und dann bin ich erst mal gemütlich losgefahren und habe mir die schöne Landschaft angeschaut. Bis mich eine Teilnehmerin überholte, mit der ich mich vor dem Start kurz unterhalten hatte. Diese winkte mir frech zu, rief "Hallo Chrissi" und - weg. Da fiel mir ein, dass das ja ein Wettkampf war und ich habe versucht, mich bei ihr hinten dran zu hängen. Sie hatte allerdings schon einen ordentlichen Vorsprung, ich schätze zwei Minuten. Den konnte ich jedoch dann halten, wurde aber trotzdem einige Male von anderen Teilnehmern überholt. Nach 40 km wechselte ich endlich auf die 10 km-Laufstrecke, ich wusste schon vorher, dass es weh tun würde, egal ob ich schnell oder langsam laufe. Außerdem war ich mir sicher, nach 5 km vergehen die Schmerzen auch wieder. Aus dem Grund war auch diesmal kein Schockgefühl vorhanden, denn ich war mental voll auf Schmerzen eingestellt.
Während des Laufes ging es mir halbwegs gut, nicht zuletzt deshalb, weil ich einige der Teilnehmer wieder einfangen konnte und ich beim Blick auf die Uhr das Gefühl hatte, es unter drei Stunden schaffen zu können. Nach der halben Laufstrecke sah es sogar nach einer Zeit unter 2:50 h aus, und so wurde ich noch schneller, was mir dann eine Finisher-Zeit von 2:43 h einbrachte. Später habe ich dann in den Ergebnislisten gesehen, dass ich die Teilnehmerin vom Start beim Laufen überholt haben muss, denn sie war einige Plätze hinter mir. Schade, dass ich sie beim Laufen nicht gesehen habe, sonst hätte ich es mir natürlich nicht nehmen lassen, ihr im Vorbeilaufen frech zuzuwinken :-)
Mit dieser Zeit hatte ich nicht wirklich gerechnet, dieser kleine Teilerfolg festigte den Entschluss, 2012 im Kraichgau auf der Mitteldistanz zu starten. Das ist zwar eine andere Hausnummer -1,9km Schwimmen, 90km Rad, 21km laufen- aber ich habe über den Winter und im Frühling 2012 genug Zeit, mich gut vorzubereiten!
Montag, 26. Dezember 2011
Über mich oder Wie alles begann Teil II
Salut und guten Morgen,
wie versprochen, hier die Fortsetzung :-)
Was auf meine großen Vorhaben folgte, war tatsächlich erst mal recht intensives Lauftraining und Schwimmtraining. Mit dem Radfahren konnte ich erst im März beginnen, und das war erst mal ziemlich ätzend, weil es nämlich einfach zu kalt dafür war. Trotzdem musste es sein, und deshalb habe ich wenigstens ein, zwei Mal wöchentlich kleine 20km-Ausfahrten absolviert und dies dann Richtung Mai auf 30-40km ausgedehnt. Obwohl ich dachte, Rad fahren kann echt jeder, und erst recht mit einem leichten Rennrad, fiel es mir ganz schön schwer, nicht einfach nur gemütlich rumzueiern, sondern mit Druck Tempo aufzubauen. Und weil mir das so schwer fiel, habe ich meistens nur Genuss-Fahrten unternommen, was sich schnell als großer Fehler zeigen sollte.
Außerdem war da ja noch der Halbmarathon, der zwei Wochen nach meinem Volkstriathlon stattfinden sollte, und bei dem meine Marschroute ganz klar war: Unter 2 Stunden finishen. Deshalb habe ich auch die Radausfahrten zu Gunsten des Lauftrainings etwas vernachlässigt.
Der große Tag des Triathlons kam Anfang Mai, der MZ3 in Steinheim. Morgens um halb sieben los, Startunterlagen holen, Rad einchecken, Wechselzone richten. Komischerweise war ich wenig nervös, ich schätze, da kam mir dann meine langjährige Basketball-Erfahrung zu Gute. Ich wollte einfach nur starten und sehen, wo ich mit meinem Training stehe. Das Schwimmen im Freibad war, naja, doof. Ich war zwar nicht die letzte, die aus dem Wasser stieg, aber arg viele waren nicht hinter mir. Auf dem Weg zum Rad wurde ich sogar noch überholt, weil ich noch nach meinen Leuten geschaut habe, die zum Zuschauen dabei waren. Auf dem Rad habe ich jedenfalls gemerkt, dass "schnell fahren" ganz schön anstrengend ist, aber die 30km sind trotzdem relativ leicht gegangen. Trotzdem war ich froh, als ich in meine Laufschuhe schlüpfen konnte, denn das Laufen war ja meine Paradedisziplin....Nur leider waren schon die ersten Schritte ein Schock für mich. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass ich Schmerzen haben würde, wegen 30 km Rad fahren. War aber so, schließlich waren meine Beine das Rad fahren nicht wirklich gewohnt. Ich musste mich sogar zwischendurch kurz dehnen, weil meine Waden dicht gemacht haben. Außerdem ging es hoch in die Weinberge, das war echt fies. Die ersten zwei Runden habe ich mich ziemlich gequält, ich dachte sogar, ich muss vielleicht abbrechen. Aber da fiel mir ein, ich hatte für den Spaß ja Geld bezahlt, also nix mit aufhören. Und in der dritten und letzen Laufrunde gingen die Schmerzen plötzlich weg und ich bin einfach nur gerannt. Der Zieleinlauf war dann genial und hat mich wirklich für die Strapazen entschädigt. Foto schießen, gratulieren lassen, Zielverpflegung und meine Leute.
Die Zielzeit von 2:13 h war auf dieser kurzen Distanz nicht gerade toll, aber ich war zumindest nicht die langsamste, sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern gab es Kandidaten, die ich hinter mir lassen konnte.
Klar war aber, das ist erst der Anfang. Noch in diesem Sommer sollte ein Wettkampf über die Olympische Distanz folgen: 1,5 km Schwimmen, 40 km Rad fahren und 10 km laufen. Und dies dann mit einer deutlich zielstrebigeren Vorbereitung, denn hier wollte ich definitiv unter 3 h bleiben.
Der Halbmarathon in Stuttgart lief dann allerdings super, ich konnte in 1h 55 Minuten finishen und das auch noch mit einem Lachen im Gesicht, weil ich mich so gut gefühlt habe. Die ersten 10 km waren zwar weniger schön, denn da wollte ich Zeit rausholen, um mich dann gegen Ende schonen zu können und trotzdem noch unter 2 h zu finishen. Nachdem ich ein gutes Zeitpolster gewonnen hatte, habe ich die restliche Strecke sehr genossen, ich hatte die ganze Zeit Gänsehaut, weil unheimlich viele Zuschauer und Trommler auf der Strecke waren und den Läufern zugejubelt haben. Das ist echt der Wahnsinn, die Leute kennen einen gar nicht, rufen aber deinen Namen, weil der ja auf der Startnummer steht. Die feuern wirklich jeden an! Danke dafür!
So, für heute ist Schluß mit Schreiben, ich gehe nach dem Frühstück Schuhe kaufen ;-) Nein, keine Laufschuhe, schöne Schuhe!
Liebe Grüße
Chrissi
wie versprochen, hier die Fortsetzung :-)
Was auf meine großen Vorhaben folgte, war tatsächlich erst mal recht intensives Lauftraining und Schwimmtraining. Mit dem Radfahren konnte ich erst im März beginnen, und das war erst mal ziemlich ätzend, weil es nämlich einfach zu kalt dafür war. Trotzdem musste es sein, und deshalb habe ich wenigstens ein, zwei Mal wöchentlich kleine 20km-Ausfahrten absolviert und dies dann Richtung Mai auf 30-40km ausgedehnt. Obwohl ich dachte, Rad fahren kann echt jeder, und erst recht mit einem leichten Rennrad, fiel es mir ganz schön schwer, nicht einfach nur gemütlich rumzueiern, sondern mit Druck Tempo aufzubauen. Und weil mir das so schwer fiel, habe ich meistens nur Genuss-Fahrten unternommen, was sich schnell als großer Fehler zeigen sollte.
Außerdem war da ja noch der Halbmarathon, der zwei Wochen nach meinem Volkstriathlon stattfinden sollte, und bei dem meine Marschroute ganz klar war: Unter 2 Stunden finishen. Deshalb habe ich auch die Radausfahrten zu Gunsten des Lauftrainings etwas vernachlässigt.
Der große Tag des Triathlons kam Anfang Mai, der MZ3 in Steinheim. Morgens um halb sieben los, Startunterlagen holen, Rad einchecken, Wechselzone richten. Komischerweise war ich wenig nervös, ich schätze, da kam mir dann meine langjährige Basketball-Erfahrung zu Gute. Ich wollte einfach nur starten und sehen, wo ich mit meinem Training stehe. Das Schwimmen im Freibad war, naja, doof. Ich war zwar nicht die letzte, die aus dem Wasser stieg, aber arg viele waren nicht hinter mir. Auf dem Weg zum Rad wurde ich sogar noch überholt, weil ich noch nach meinen Leuten geschaut habe, die zum Zuschauen dabei waren. Auf dem Rad habe ich jedenfalls gemerkt, dass "schnell fahren" ganz schön anstrengend ist, aber die 30km sind trotzdem relativ leicht gegangen. Trotzdem war ich froh, als ich in meine Laufschuhe schlüpfen konnte, denn das Laufen war ja meine Paradedisziplin....Nur leider waren schon die ersten Schritte ein Schock für mich. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass ich Schmerzen haben würde, wegen 30 km Rad fahren. War aber so, schließlich waren meine Beine das Rad fahren nicht wirklich gewohnt. Ich musste mich sogar zwischendurch kurz dehnen, weil meine Waden dicht gemacht haben. Außerdem ging es hoch in die Weinberge, das war echt fies. Die ersten zwei Runden habe ich mich ziemlich gequält, ich dachte sogar, ich muss vielleicht abbrechen. Aber da fiel mir ein, ich hatte für den Spaß ja Geld bezahlt, also nix mit aufhören. Und in der dritten und letzen Laufrunde gingen die Schmerzen plötzlich weg und ich bin einfach nur gerannt. Der Zieleinlauf war dann genial und hat mich wirklich für die Strapazen entschädigt. Foto schießen, gratulieren lassen, Zielverpflegung und meine Leute.
Die Zielzeit von 2:13 h war auf dieser kurzen Distanz nicht gerade toll, aber ich war zumindest nicht die langsamste, sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern gab es Kandidaten, die ich hinter mir lassen konnte.
Klar war aber, das ist erst der Anfang. Noch in diesem Sommer sollte ein Wettkampf über die Olympische Distanz folgen: 1,5 km Schwimmen, 40 km Rad fahren und 10 km laufen. Und dies dann mit einer deutlich zielstrebigeren Vorbereitung, denn hier wollte ich definitiv unter 3 h bleiben.
Der Halbmarathon in Stuttgart lief dann allerdings super, ich konnte in 1h 55 Minuten finishen und das auch noch mit einem Lachen im Gesicht, weil ich mich so gut gefühlt habe. Die ersten 10 km waren zwar weniger schön, denn da wollte ich Zeit rausholen, um mich dann gegen Ende schonen zu können und trotzdem noch unter 2 h zu finishen. Nachdem ich ein gutes Zeitpolster gewonnen hatte, habe ich die restliche Strecke sehr genossen, ich hatte die ganze Zeit Gänsehaut, weil unheimlich viele Zuschauer und Trommler auf der Strecke waren und den Läufern zugejubelt haben. Das ist echt der Wahnsinn, die Leute kennen einen gar nicht, rufen aber deinen Namen, weil der ja auf der Startnummer steht. Die feuern wirklich jeden an! Danke dafür!
So, für heute ist Schluß mit Schreiben, ich gehe nach dem Frühstück Schuhe kaufen ;-) Nein, keine Laufschuhe, schöne Schuhe!
Liebe Grüße
Chrissi
Sonntag, 25. Dezember 2011
Über mich
Hallo lieber Leser,
ich freue mich, dass Du Dich für meinen Blog interessierst und deshalb werde ich nun endlich anfangen, diesen mit Leben und Berichten zu füllen. Vor allem wird es darum gehen, meine eigenen Erfahrungen mit meinem Sport, dem Triathlon, zu teilen.
Angefangen hat alles im Sommer 2010, als ich beschloss, meine Freundin Steffi davon zu überzeugen, uns auf den Halbmarathon in Stuttgart vorzubereiten. Ihr Freund Marco war zu dem Zeitpunkt schon begeisterter Triathlet, der sich seit bereits einem Jahr auf seinen ersten Ironman-Wettkampf vorbereitet hat.
Mit einem ersten 5 km-Probe-Läufchen im Juli ´10 fing es also an und steigerte sich bis Anfang September auf die 10 km-Distanz. In den ersten Wochen war ich leider noch alles andere als vom Lauffieber gepackt, das Training war eine Qual und Spaß hat es mir überhaupt nicht gemacht. Da aber die meisten Läufer die Erfahrung machen, dass es irgendwann "klick" macht und sich das Laufen zu einer Sucht entwickelt, habe ich versucht durchzuhalten. Nur leider kam das ersehnte "klick" nicht und ich war kurz davor aufzugeben und einfach weiterhin "nur" Basketball zu spielen, obwohl da nach 20 aktiven Jahren so langsam einfach die Luft raus war und ich endlich was Neues machen wollte. Jedenfalls hat es den Schalter erst bei meinem ersten 10km-Volkslauf Anfang September ´10 umgelegt. Ich bin aus dem Auto ausgestiegen, habe die ganzen "Profis" gesehen mit ihrer Top-Laufausrüstung und ich stand da mit meiner Yoga-Hose und meinem Baumwolle-T-Shirt..."Prima", dachte ich, "was mach ich hier eigentlich?" Naja, nach gefühlten zehn Klo-Gängen bin ich gestartet, flankiert von meinem Mann und Marco, die mich beide unter 1h durch das Ziel peitschen wollten. Beim Start habe ich noch eine Bekannte aus Basketball-Tagen getroffen, dann ging es los. Ich muss sagen, ich hab mich so scheiße gefühlt, weil ich wirklich von Anfang an relativ nah am Limit war. Nach 6 km hat Marco mich drauf aufmerksam gemacht, dass meine Bekannte vom Start vor uns läuft und ich sie ja eigentlich überholen sollte. Es gelang mir tatsächlich, meine letzten Reserven zu mobilisieren und das Tempo sogar die letzten 4km halbwegs zu halten. Im Ziel war ich dann ganz knapp unter einer Stunde, ich hätte fast geheult vor lauter Glücksgefühl, und ich glaube, das war der Moment, der endlich den Schalter umgelegt hat.
Ein paar Wochen später habe ich dieselbe Distanz schon in 55 Minuten zurückgelegt und beschlossen, noch mehr Gas zu geben und das Laufen mit noch mehr Ehrgeiz zu verfolgen. Zu etwa dem selben Zeitpunkt habe ich beschlossen, auch mit dem Schwimmen und Rad fahren anzufangen. Also habe ich meine Schwimmtechnik von Brustschwimmen auf Kraulschwimmen umgestellt. Das war mühsam, und es hat fast drei Monate gedauert, bis ich endlich 2 km am Stück kraulend zurücklegen konnte.
Als ich mich auch mit dem Schwimmen wohlgefühlt habe, habe ich mich entschlossen, mir endgültig ein Rennrad zu kaufen und mich schon für Mai 2011 bei einem Volkstriathlon (750m Schwimmen, 30 km Rad und 7,5 km Laufen) anzumelden. Und für den Stuttgarter Halbmarathon war ich ja sowieso schon angemeldet, denn der war ja überhaupt erst der Grund, mit dem Laufen anzufangen.
Jetzt gab es kein Zurück mehr, und wie es weiterging, berichte ich in meinem nächsten Beitrag :-)
ich freue mich, dass Du Dich für meinen Blog interessierst und deshalb werde ich nun endlich anfangen, diesen mit Leben und Berichten zu füllen. Vor allem wird es darum gehen, meine eigenen Erfahrungen mit meinem Sport, dem Triathlon, zu teilen.
Angefangen hat alles im Sommer 2010, als ich beschloss, meine Freundin Steffi davon zu überzeugen, uns auf den Halbmarathon in Stuttgart vorzubereiten. Ihr Freund Marco war zu dem Zeitpunkt schon begeisterter Triathlet, der sich seit bereits einem Jahr auf seinen ersten Ironman-Wettkampf vorbereitet hat.
Mit einem ersten 5 km-Probe-Läufchen im Juli ´10 fing es also an und steigerte sich bis Anfang September auf die 10 km-Distanz. In den ersten Wochen war ich leider noch alles andere als vom Lauffieber gepackt, das Training war eine Qual und Spaß hat es mir überhaupt nicht gemacht. Da aber die meisten Läufer die Erfahrung machen, dass es irgendwann "klick" macht und sich das Laufen zu einer Sucht entwickelt, habe ich versucht durchzuhalten. Nur leider kam das ersehnte "klick" nicht und ich war kurz davor aufzugeben und einfach weiterhin "nur" Basketball zu spielen, obwohl da nach 20 aktiven Jahren so langsam einfach die Luft raus war und ich endlich was Neues machen wollte. Jedenfalls hat es den Schalter erst bei meinem ersten 10km-Volkslauf Anfang September ´10 umgelegt. Ich bin aus dem Auto ausgestiegen, habe die ganzen "Profis" gesehen mit ihrer Top-Laufausrüstung und ich stand da mit meiner Yoga-Hose und meinem Baumwolle-T-Shirt..."Prima", dachte ich, "was mach ich hier eigentlich?" Naja, nach gefühlten zehn Klo-Gängen bin ich gestartet, flankiert von meinem Mann und Marco, die mich beide unter 1h durch das Ziel peitschen wollten. Beim Start habe ich noch eine Bekannte aus Basketball-Tagen getroffen, dann ging es los. Ich muss sagen, ich hab mich so scheiße gefühlt, weil ich wirklich von Anfang an relativ nah am Limit war. Nach 6 km hat Marco mich drauf aufmerksam gemacht, dass meine Bekannte vom Start vor uns läuft und ich sie ja eigentlich überholen sollte. Es gelang mir tatsächlich, meine letzten Reserven zu mobilisieren und das Tempo sogar die letzten 4km halbwegs zu halten. Im Ziel war ich dann ganz knapp unter einer Stunde, ich hätte fast geheult vor lauter Glücksgefühl, und ich glaube, das war der Moment, der endlich den Schalter umgelegt hat.
Ein paar Wochen später habe ich dieselbe Distanz schon in 55 Minuten zurückgelegt und beschlossen, noch mehr Gas zu geben und das Laufen mit noch mehr Ehrgeiz zu verfolgen. Zu etwa dem selben Zeitpunkt habe ich beschlossen, auch mit dem Schwimmen und Rad fahren anzufangen. Also habe ich meine Schwimmtechnik von Brustschwimmen auf Kraulschwimmen umgestellt. Das war mühsam, und es hat fast drei Monate gedauert, bis ich endlich 2 km am Stück kraulend zurücklegen konnte.
Als ich mich auch mit dem Schwimmen wohlgefühlt habe, habe ich mich entschlossen, mir endgültig ein Rennrad zu kaufen und mich schon für Mai 2011 bei einem Volkstriathlon (750m Schwimmen, 30 km Rad und 7,5 km Laufen) anzumelden. Und für den Stuttgarter Halbmarathon war ich ja sowieso schon angemeldet, denn der war ja überhaupt erst der Grund, mit dem Laufen anzufangen.
Jetzt gab es kein Zurück mehr, und wie es weiterging, berichte ich in meinem nächsten Beitrag :-)
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