Freitag, 23. Mai 2014

MZ3athlon - Formtest

Am vergangenen Wochenende stand endlich der lang ersehnte Triathlon-Saisonstart auf meinem Programm. Die kurze Distanz (700-30-7,5) sollte für mich ein Formtest sein, da ich mich nun doch entschlossen habe, im Juni in Heilbronn auf einer verkürzten Mitteldistanz (2-70-15) zu starten. Berufsbedingt konnte  ich  zwar die Trainingshäufigkeit nicht erhöhen, aber mein Radtraining ist qualitativ um einiges besser geworden, sowohl was Distanz als auch was das Höhenprofil und Tempo angeht. Beim Schwimmen musste ich mich zwar meistens auf einmal pro Woche beschränken, mit dem Lauftraining ging es dafür wieder etwas bergauf - die Häufigkeit konnte ich zwar hier auch nicht erhöhen, aber da meine Achillessehne endlich komplett ausgeheilt war, war es möglich, die Intensität zu erhöhen und auch wieder gut profiliert zu laufen.

Nachdem ich im letzten Jahr die MZ3-Strecke noch mit einer Zielzeit von über 2:11 h bewältigt hatte, war für mich rein rechnerisch das Ziel, dieses Jahr in unter 2:08 h einzulaufen. Beim Schwimmen hatte ich mir wegen des leicht reduzierten Trainings keine Steigerung ausgerechnet, und auch beim Laufen wollte ich in etwa so schnell sein wie letztes Jahr. Aber wenigstens 3 Minuten auf dem Rad wollte ich auf der kurzen, aber profilierten Strecke rausholen. 
Die Bedingungen waren ideal, trocken und schön warm. Und ausserdem habe ich in jeder Hinsicht einen guten Tag erwischt, sowohl körperlich als auch mental. Das Schwimmen lief wie erwartet, sogar genau 20 Sekunden schneller als letztes Jahr, aber die größte Überraschung sollte beim Radeln kommen: gut 12 Minuten schneller, damit hatte ich im Vorfeld nicht gerechnet. Und trotz Vollgas auf der Radstrecke ging es mir auch beim Laufen blendend und ich konnte hier im Vergleich zu letztem Jahr noch mal über eine Minute rausholen. Alles in Allem bedeutet das eine Zielzeit von 1:58:03 h - für mich eine unglaubliche Steigerung, und trotz allem gefühlt gerade noch in meiner Komfortzone. Der Trainingsfleiß zahlt sich eben doch irgendwann aus, und das lässt mich sehr für Heilbronn hoffen. Ins Auge gefasst habe ich mal die 5:10h, das sehe ich nach diesem Wochenende als absolut realistisches Ziel - vorausgesetzt, ich erwische wieder so einen guten Tag...

Sonntag, 16. März 2014

Gmünder Stadtlauf - Maximalziel

Nachdem es so aussah, als würde meine Achillessehne endlich Ruhe geben, konnte ich in den letzten drei Wochen seit dem Glaspalastlauf wieder besser und vor allem etwas profilierter trainieren. Gestern war ich dann wirklich mehr als gespannt, wie es für mich in Schwäbisch Gmünd laufen würde.
Die Bedingungen waren zwar superätzend - kalter Wind und Regen - trotzdem ist mein Körper bei kühlerer Witterung leistungsbereiter als bei 20 Grad und Sonne, deshalb stand fest, dass trotzdem gerannt wird. Es lief super - auf den Zehner konnte ich zwar keine neue Bestzeit laufen, aber trotzdem in 49:53 Minuten und das war die Verbesserung, auf die ich nach dem Glaspalastlauf gehofft hatte. Und wieder schmerzfrei - es scheint zu halten.
Besonders cool war, dass ich mit ( und Dank!!!) meiner Schwester den Doppelsieg in unserer Altersklasse eingefahren habe. So oft stand ich nämlich noch nicht auf dem Treppchen!
Ich hoffe, dass noch mehr drin ist, auf jeden Fall war das gestern sehr motivierend....

Sonntag, 23. Februar 2014

Schwerer Einstieg...

...in die Wettkampfsaison 2014.
Heute stand mein Einstieg in die kommende Saison auf dem Plan: Der (von mir nicht so sehr geliebte) Glaspalastlauf in Sindelfingen. Die letzten Wochen bzw. Monate liefen ja nicht ganz so ideal, mein Zeitproblem hatte ich zwar ganz gut im Griff, dafür hat mir nach wie vor die Achillessehne einen Strich durch die Rechnung gemacht. Die Schmerzen waren zwar meistens auch beim Laufen auszuhalten, aber Bergläufe und Tempoeinheiten lagen einfach nicht drin. Da stellte sich dann natürlich auch die Frage, ob ein Halbmarathon im Frühling sinnvoll wäre, und nach viel Hin und Her habe ich mich dann dagegen entschieden, zumal ich die Beschwerden einfach nicht losgeworden bin und ich deshalb auch nicht viele lange Einheiten gelaufen bin. Allerdings habe ich mich dadurch auch sehr viel mit der Achillessehnen-Problematik beschäftigt und mir so meine "eigene" Therapie verordnet. Und siehe da, die Beschwerden wurden endlich besser. Deshalb sollte der heutige Glaspalastlauf als "Bestandsaufnahme" dienen, um mein Training für die nächsten Wochen und Monate besser zu planen.
Die Strecke lag mir in den letzten Jahren nicht besonders gut, da die ersten fünf Kilometer erst mal nur bergauf gehen, das liegt mir einfach nicht so, und die fehlenden Bergläufe der letzten Wochen haben dafür gesorgt, dass sich das auch dieses Jahr nicht ändern sollte. Erhofft hatte ich mir zwar, dass sich mein Trainingsrückstand weniger bemerkbar machen würde, aber im Prinzip ist das Ergebnis genau so ausgefallen, wie ich es vorher erwartet hatte - 52:30 Minuten, das geht vollkommen in Ordnung. Ich weiß, dass ich eigentlich sogar weniger hätte erwarten dürfen und dass ich angesichts meiner Beschwerden froh sein muss, dass ich im Vergleich zu letztem Jahr nicht noch mehr Federn lassen musste. Ich weiß auch, dass andere mit Achillessehnenbeschwerden das Lauftraining ganz streichen müssen. Und immerhin bin ich heute zum ersten Mal (bei einem schnellen und profilierten Lauf) komplett schmerzfrei gelaufen :-) Es geht also bergauf und ich weiß jetzt, wo ich mit meinem Training in den nächsten Wochen ansetzen muss.
Da ich jetzt hoffentlich wieder mit Tempoläufen starten kann, werde ich Mitte März den nächsten Zehner laufen, da hoffe ich auf eine deutliche Verbesserung meiner Leistung. Im Moment fühlt es sich so an, als wäre das tatsächlich realistisch. Abwarten.

Mittwoch, 1. Januar 2014

Hallo 2014!!

Wieder ist ein Jahr vergangen, es ist unglaublich, wie schnell die Zeit vergeht. Mein letzter Blogeintrag liegt eine Weile zurück, aber wirklich viel ist zumindest sportlich gesehen in den letzten Wochen nicht passiert. Ich habe etwas zurückhaltender trainiert, zum Einen, weil ich wieder einen Fulltime-Job habe und nebenher Haushalt und Familie versorgen muss, aber zum Anderen auch, weil es mir seit Karlsruhe immer noch in der Achillessehne zwickt.
Geschwommen bin ich so wie sonst, Rad gefahren deutlich weniger, aber immerhin bin ich 3-4 Mal pro Woche gelaufen. Auf die Tempoeinheiten habe ich weitgehend verzichtet, aber ich denke, das darf man nach einer langen Saison auch.
Das Jahr habe ich wie letztes Jahr mit meiner Schwester beim Bietigheimer Silvesterlauf ausklingen lassen. Ziel war, die tolle Atmosphäre zu geniessen und in der Komfortzone zu bleiben, trotzdem wollten wir den Lauf auch als gutes Training nutzen und die 11 km unter einer Stunde laufen. Das hat  ganz locker geklappt, obwohl ich dachte, dass sich meine Trainings-Nachlässigkeit bemerkbar machen würde. Aber natürlich habe ich gute Vorsätze gefasst und will im neuen Jahr wieder etwas anziehen mit dem Training.

Meine "Rennen" für 2014 kann ich noch nicht alle konkret planen, aber ich denke, es wird wieder auf einen Halbmarathon im Frühjahr und im Herbst rauslaufen. Natürlich werde ich im Mai beim MZ3athlon starten, und auf alle Fälle zwei Olympische Triathlon-Distanzen in Angriff nehmen. Und falls ich feststelle, dass ich mich besser vorbereiten kann, als ich es mir im Moment vorstellen kann, werde ich mich spontan noch für eine Mitteldistanz anmelden. Ich bin sehr gespannt, was 2014 für mich drin ist, aber wie immer will ich mich in allen Disziplinen weiter verbessern. Ich hoffe, damit kann ich gleich bei meinem Frühlings-Halbmarathon anfangen - eine Zeit unter 1:48 h wäre schon schön...

PS: Ein gutes neues Jahr :-)

Sonntag, 20. Oktober 2013

Schöner Saisonabschluss

Nach einer echt schönen Saison mit ein paar neuen persönlichen Bestleistungen stand letzte Woche noch der Kuppinger Mondfängerlauf an.
Leider fand der Lauf direkt an meinem Geburtstag statt, aber da dies lauftechnisch eine meiner Lieblingsveranstaltungen ist, wollte ich auf gar keinen Fall darauf verzichten. Aber ich hatte beschlossen, dass ich mich nach dieser guten Saison auch nicht unbedingt quälen muss, also wollte ich  mich diesmal  im Wohlfühlbereich bewegen - wie schnell das dann letztendlich ist, liegt an der Tagesform und ist bei mir ganz unterschiedlich. Ich hatte aber einen ganz guten Tag, und so lag dieser Bereich auf den ersten acht Kilometern bei "Bestzeit". Und weil ich dann sowieso schon fast im Ziel war, habe ich es einfach vollends durchgezogen.
Leider gab es diesmal nur eine Bruttozeit, und da ich nicht vorne gestartet bin, lag ich offiziell knapp über meiner 10km-Bestzeit. Meine Uhr misst aber netto, also freue ich mich einfach trotzdem über meine neue Bestmarke, die es jetzt zu unterbieten gilt :-) Ich habe das Gefühl, da liegt noch ein bisschen mehr drin. Allerdings werde ich jetzt erst mal in meine wohlverdiente Wettkampfpause gehen. Und dann mal sehen, was ich nächstes Jahr so auf die Reihe kriege. Wirklich viele Gedanken habe ich mir noch nicht darüber gemacht, aber trainingsmässig bin ich gerade heiß auf schwimmen. Wer weiß, ob ich da nicht noch ein bisschen mehr Entwicklungspotential habe....

Sonntag, 22. September 2013

Karlsruhe 2013 - jipiiiiieeeee!

Was lange währt, wird endlich gut - mein Wunschziel für den diesjährigen Halbmarathon kann ich nun auch endlich als "erreicht" verbuchen: 1:49:44 h !!
Nachdem ich in den letzten zwei Wochen schon ziemlich ausgelaugt war durch meinen neuen ungewohnten Vollzeit-Job und mich am Donnerstag dann auch noch eine Erkältung erwischt hatte, habe ich ehrlich gesagt selber nicht mehr so richtig daran geglaubt. Zum Glück bin ich widerstandsfähig, deshalb habe ich mich heute morgen wieder einigermaßen fit gefühlt. Trotzdem hatte ich mir vorgenommen, nach Pulsuhr zu laufen, um kein Risiko einzugehen. Das hat dann überhaupt nicht geklappt, denn meine Pulsuhr hat mir mehr oder weniger mitgeteilt, dass ich heute spazieren gehen muss, wenn ich im akzeptablen Bereich bleiben will. Da ich mich aber nach den ersten drei Kilometern ganz gut gefühlt habe, bin ich einfach mal gerannt. Die ersten 10 km ging es mir bombig, bis Kilometer 15 immer noch "gut", und ich dachte, ich könnte eventuell sogar noch eine Schippe drauflegen. Das ging dann allerdings doch nicht mehr, und ich war froh, dass ich wenigstens mein Tempo halten konnte. Um auf Nummer sicher zu gehen, musste ich dann die letzten 200 m ins Ziel sprinten. Zum Glück hat mir dazu noch die Kraft gereicht, sonst wäre das doch ziemlich eng geworden...

Montag, 2. September 2013

Köln 2013 - endlich passt alles zusammen!

Ganz kurzfristig hat sich die Möglichkeit ergeben, in diesem Jahr doch noch eine volle Olympische Distanz (1,5-40-10) zu bestreiten: Köln sollte es sein, da dieser Wettkampf terminlich gut liegt und sogar kurzfristig immer freie Startplätze zur Verfügung stehen.
Für mich besonders reizvoll, da ich zwar ein paar gute Laufwettkämpfe in diesem Jahr hatte, aber der für mich "perfekte" Triathlontag bisher immer noch auf sich warten ließ. Immer hat es an einer Stelle nicht gepasst: beim mz3athlon war die Form noch nicht da, im Kraichgau war meine Radform auch suboptimal, genauso wie meine Wettkampfnahrungsstrategie. Und beim Summertime-Triathlon Anfang August lief es eigentlich gut - bis es auf die Laufstrecke ging und sich mein Körper der Hitze geschlagen geben musste und ich weit unter meinen Möglichkeiten laufen musste.

Im Vorfeld hatte ich mir zwar vorgenommen, Köln als Event zu genießen, trotzdem war klar: wenn ich zufrieden auf die Saison zurückblicken möchte, dann muss ich in Köln endlich "einen raushauen". Das bedeutet: die 1,5 km in unter 30 Minuten schwimmen, die 40 km in unter 1:20 h radeln und die anschließenden 10 km in 55 Minuten laufen. Plus ca. 5 Minuten Wechselzeit macht summa summarum eine Zielzeit von unter 2:50 Stunden. Sollte machbar sein, vor allem in Hinblick auf das Wetter: stark bewölkt und normal temperiert-für mich perfekte Bedingungen.
Da ich die Strecken diesmal nicht kannte und ich mich durch mein Zeitziel schon entsprechend unter Druck gefühlt habe, war ich dieses Mal etwas nervöser als sonst, zumindest bis ich ins Wasser musste.
Das Schwimmen fand auf der Kölner Regattastrecke statt, eine Strecke im Fühlinger See, auf der normalerweise nur gerudert wird. Über einen Ponton durfte man ins kalte Wasser und die etwa 50 Meter bis zum Start schwimmen. Ich weiß nicht, wieviele Athleten in meiner Startgruppe waren, aber es waren sehr viele. Trotzdem bin ich vorne gestartet-der körperliche Kampf um einen guten Platz auf der Schwimmstrecke macht mir irgendwie Spaß. Da die Bahnen für die Ruderer abgeleint sind - sowohl über als auch unter Wasser, fiel mir die Orientierung extrem leicht und wie immer habe ich
schnell meinen Rhythmus gefunden und konnte so nach 29:06 Minuten das Wasser über die Treppe
verlassen.
Der Wechsel auf das Rad ist mir überraschend gut gelungen und diesmal hatte ich mir vorgenommen, volles Risiko zu fahren: von Anfang an ballern bis kurz unter die Schmerzgrenze. Das  sonst übliche "warm werden" auf dem Rad habe ich einfach mal weggelassen und so konnte ich die fast flache, aber sehr windige Radstrecke in für mich sensationellen 1:17:19 h bewältigen. Da die Strecke mit der Summertime-Strecke absolut vergleichbar ist, was Wendepunkte und Profil betrifft, kann ich hier nochmals eine deutliche Verbesserung auf dem Rad feststellen und das ohne brennende Oberschenkel. Schon auf den letzten Radkilometern habe ich langsam mal über das Laufen nachgedacht, die vor mir liegende Strecke hat mich im Vorfeld am meisten verunsichert: werde ich mich genauso schlecht fühlen wie beim letzten Mal? Ich wusste, dass die Strecke zwar flach sein würde, aber ein paar kurze knackige Anstiege zu bieten hat, und die Angst davor, mich wieder so quälen zu müssen, lag mir ganz schön im Magen.
Der Wechsel auf die Laufstrecke verlief aber problemlos und ich habe schon auf den ersten paar
hundert Metern gemerkt: das wird mein Tag. Ich konnte von Anfang an ein hohes Tempo laufen, und ich wusste, dass ich dieses Tempo sehr lange würde aufrecht erhalten können. Die ersten 7-8 km habe ich  mich sehr wohl gefühlt beim Laufen und so konnte ich einen Läufer nach dem anderen einsammeln. Die letzten 3 Kilometer hatten nochmals 3 Anstiege zu bieten, ich konnte zwar das Tempo halbwegs halten, trotzdem hat mein Wohlbefinden langsam dann doch gelitten. Aber da ich wusste, dass nur noch drei Kilometer vor mir liegen, habe ich mich zusammengerissen und bin einfach weiter gerannt und habe die Laufstrecke so in 50:24 Minuten zurückgelegt. Selten konnte ich den Zielkanal so genießen - die Gesamtzeit von 2:40:53 h liegt fast zehn Minuten unter meiner Wunschzeit - weil endlich mal alles zusammengepasst hat: Form, Fokus,Wetter und Dank meines neuen Aerotrinksystems auch die Flüssigkeitsversorgung auf dem Rad. Dieses Mal hat es dann auch endlich mal zu einer besseren Gesamtplatzierung gereicht: Platz 54 von 170 Damen, zwei Drittel des Damenfeldes konnte ich also hinter mir lassen.

Zu meinem Glück fehlt mir also nur noch mein diesjähriges Halbmarathon-Ziel: endlich in unter 1:50 h finishen. Ich bin mir sicher, wenn an dem Tag alles passt, dann ist das für mich gut machbar. Ich muss es einfach nur machen - in drei Wochen ist es so weit, dann kann ich hoffentlich auch hier endlich einen Haken dranmachen. Ich hoffe nur, dass ich mich in Köln nicht völlig abgeschossen
habe und ich noch ein bisschen trainieren kann bis dahin :-)